Zeche Zollverein
Ausflugstipps,  Deutschland

Zeche Zollverein – Ein Muss auf der Route der Industriekultur

Im Ruhrgebiet gab es Mitte des 19. Jahrhunderts fast 300 Zechen. So oder so ähnlich kann man es in vielen Dokumentationen hören oder lesen. Mit der Abteufung, also den ersten Schritten zur Einrichtung einer Zeche, begannen 1847 die Arbeiten an der zukünftigen Zeche Zollverein, die 1852 in Betrieb gehen sollte. Bis zur Stillegung der Förderung am 23.12.1986 wurden auf der Zeche Kohle gefördert. Heute steht die ehemalige Zeche unter Denkmalschutz, gehört seit 2002 zum Weltkulturerbe und ist heute ein beliebtes Ausflugsziel auf der Route der Industriekultur.

Das Areal der Zeche Zollverein ist in drei Bereiche aufgeteilt. Den meisten von Euch wird sicher der Förderturm von Schacht 12 bekannt vorkommen. Um ihn herum findet man u.a. das RedDot Designmuseum, die Kokerei und der Bereich um die Schächte 1,2 und 8. Parkplätze gibt es an allen drei Bereichen, sowie einen zentral zwischen diesen.

Um die Zeche mit allen ihren Außenanlagen, Museen und Besucherzentren zu erkunden, braucht man meiner Meinung nach mehr als einen Tag. Wir haben uns bei unserem ersten Besuch alle Anlagen von außen angesehen und den Schwerpunkt auf die Fotografie der Gebäude gelegt.

Beim Betreten des Geländes wird man vom bekannten Wahrzeichen, dem Förderturm von Schacht 12 begrüßt. Hier kommt man an einem der Infopunkte vorbei, die auf dem Zechengelände verteilt sind, und an denen einem auskunftsfreudige Mitarbeiter gerne behilflich sind.

Die Zeche Zollverein mit dem Schacht XII
Die Zeche Zollverein mit dem Schacht XII

 

Wir waren an einem regnerischen, wolkenverhangenen Sonntag dort, wodurch wir allerdings das Glück hatten, das Gelände mit nicht allzu vielen Menschen teilen zu müssen. Was ich faszinierend fand, waren die vielen verschiedenen Personengrüppchen, die sich hier zum Fotografieren eingefunden hatten. Nein, ich meine nicht die üblichen Mitmenschen, die einem ständig die Sicht auf das Ausflugsziel durch gegenseitiges Fotografieren „ich-vor-dem-dingsbums“ blockieren, sondern Menschen, die Modeaufnahmen machten oder Hobbyfotografen Workshops. Denen bieten die alten Schachtanlagen natürlich eine supertolle Kulisse.

Schachtanlage Zeche Zollverein
Schachtanlage Zeche Zollverein

Die Gebäude kann man teilweise betreten. Im unteren Bild zum Beispiel sieht man das Innere des nach oben führenden Ganges auf dem oberen Bild.

Transportwege
Das Innere des Transportgangs auf dem Zechengelände

Auf dem Gelände der Zeche, im ehemaligen Kesselhaus, findet man auch das Red Dot Design Museum.

RedDot Design Museum
Das RedDot Design Museum im ehemaligen Kesselhaus der Zeche Zollverein

 

Um von der Schachtanlage zur Kokerei zu gelangen, muss man ein paar Schritte laufen, oder man fährt mit dem Auto von einem Parkplatz zum nächsten. Hier wähnte ich mich in einer ganz anderen Welt. Während um den Schacht 12 herum die Gebäude meistens eher geradlinig, rechteckig und einfach sind, wurde ich hier von einer spektakulären Industriearchitektur überrascht.

Die ehemalige Kokerei an der Zeche Zollverein
Die ehemalige Kokerei an der Zeche Zollverein

 

Mein Fazit: Ich war das erste Mal „auf“ der Zeche Zollverein, aber es wird sicher nicht das letzte Mal gewesen sein. Man kann hier unglaublich viel entdecken, tolle Fotos machen, Museen besuchen, essen gehen. Also alles, was für mich einen perfekten Tagesausflug ausmacht. Das nächste Mal werde ich mir die Zeit nehmen und eines der Museen besuchen … und sicherlich auch darüber bloggen.

 


Mehr zum Thema

    Anfahrt und Parken

  • Es gibt 4 Parkplätze: einen an Schacht 12, einen an der Kokerei, einen an Schacht 1,2,8 und einen zentral zwischen den Bereichen.
  • Mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht man die Zeche per Bus (Linie 183) oder mit der Strassenbahn (Linie 107)

    Öffnungszeiten

  • Ruhrmuseum ist täglich von 10-18 Uhr geöffnet
  • Red Dot Design Museum hat Dienstag – Sonntag von 11 bis 18 Uhr geöffnet

    Eintrittspreise

(Stand März 2018)

  • Die Eintrittspreise für das Ruhrmuseum variieren zwischen 3 und 12 Euro, je nach Angebot.
    Für Kinder & Jugendliche bis 17 Jahre ist der Eintritt frei
  • Für das Red Dot Design Museum zahlst Du 6 Euro Eintritt, Kinder unter 12 Jahren sind frei

Hallo, ich bin Heike. Geboren bin ich am linken Niederrhein, wo ich zusammen mit meinem Mann Stefan lebe. Meine Reisen finanziere ich als freiberufliche IT-Beraterin, sitze also die meiste Zeit am Schreibtisch. Meine Leidenschaft gilt allem, was mich aus dem Haus bringt: dem Reisen, Tagesausflügen, Wochenend- und Städtetouren. Und wenn ich dann wieder zu Hause bin, teile ich meine Eindrücke darüber gerne mit euch auf meinem Reiseblog.

One Comment

  • MrsBerry

    Die Zecher Zollverein steht auch auf meiner Liste der Ziele in näherer Umgebung. Bisher habe ich es leider noch nicht geschafft, aber vielleicht 2015 ;-)

    Viele Grüße
    Christina

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.