USA und Kanada

Mount Saint Helens – als der Vulkan explodierte

Im Pazifischen Westen der USA gab – und gibt es Vulkane. Die etwas älteren unter euch erinnern sich vielleicht noch an den Ausbruch des Vulkans Mount Saint Helens im Jahre 1980.

Der Ausbruch des Mount St. Helens im Jahre 1980. Quelle: wikipedia
Der Ausbruch des Mount St. Helens im Jahre 1980. Quelle: wikipedia

Vor dem Ausbruch war der Gipfel des Berges auf 2950 m Höhe, der Ausbruch sprengte die Spitze weg, so dass der Gipfel heute noch auf 2549 m Höhe liegt. Obwohl es in den Monaten vor der Eruption schon ein paar kleinere Erdbeben gab, kam der Ausbruch dann so überraschend, das leider 57 Menschen ums Leben kamen.

Seit 1997 gibt es in der Nähe des Berges das Johnston Ridge Observatory. Es liegt eine gute Autostunde nördlich von Portland, Oregon. Von hier aus hat man einen hervorragenden Blick auf den Berg und die Umgebung.

Schon beim Verlassen der I-5 kann man die zerstörerische Kraft des Vulkanausbruchs erahnen. Mehr oder weniger zeitgleich zum Bau des Besucherzentrums wurde auch die Strasse dorthin neu gemacht. Heute trägt die State Route 504 den Beinamen  Spirit Lake Memorial Highway und führt durch eine bewaldete Hügellandschaft deren Wälder durch die Eruption komplett verbrannten. Anhand der Größe der Bäume erkennt man deutlich die Phasen der Renaturierung. Manche Wälder sind noch sehr klein und zart, andere Gebiete wurden schon vor längerer Zeit renaturiert.

Nach ungefährt 2/3 des Weges machen wir einen Stop am Coldwater Lake, einem Naherholungsgebiet mit Camping- und Angelmöglichkeiten. Hier wirkt immer noch alles gespenstisch. Die Umgebung ist immer noch komplett mit Asche bedeckt.

Asche begleitet einen überall in der Nähe des Mount St. Helens
Asche begleitet einen überall in der Nähe des Mount Saint Helens

Ein wenig unruhig macht mich das vulkansicher gebaute Toilettenhäuschen in dem man wohl im Fall der Fälle auch einen Vulkanausbruch überleben kann.

Ausbruchssicheres Toilettenhäuschen am Mount St. Helens
„Ausbruchssicheres“ Toilettenhäuschen am Mount St. Helens

Das Johnston Ridge Observatory ist perfekt auf Besucher abgestimmt. Es wurde unmittelbar in der Eruptionszone errichtet. Man hat einen unverstellten Blick auf den Vulkan.

Der Mount Saint Helens
Der Mount Saint Helens

Ein befestigter Weg führt einen zu einem weiteren Aussichtspunkt, von dem aus man seinen Blick über die Landschaft schweifen lassen kann.

Nach mehr als 30 Jahren sieht man, wie sich die Natur stück für stück erholt.
Nach mehr als 30 Jahren sieht man, wie sich die Natur stück für stück erholt.

Im Inneren des Besucherzentrums erfährt man mehr über die verheerenden Folgen der Eruption. In einem kleinen Kino werden Filme gezeigt, die überall anwesenden Park Ranger sind sehr auskunftsfreudig und scheuen sich nicht, dieselben Fragen immer wieder zu beantworten. Außerdem findet man einige Freiwillige, die einem mit weiterführenden Erklärungen gerne weiterhelfen.

Johnston Ridge Observatory
Johnston Ridge Observatory

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  • Ingo von Reisewahnsinn hat sich den Mount St. Helens von der Ostseite genähert. Von hier aus hat man eine ganz andere Perspektive. Das könnt Ihr euch hier anschauen.
  • Bevor Ihr euch ins Auto setzt, solltet Ihr schauen, ob die Strasse befahrbar ist. Auskunft hierzu gibt es beim Forest Service

Hallo, ich bin Heike. Geboren bin ich am linken Niederrhein, wo ich zusammen mit meinem Mann Stefan lebe. Meine Reisen finanziere ich als freiberufliche IT-Beraterin, sitze also die meiste Zeit am Schreibtisch. Meine Leidenschaft gilt allem, was mich aus dem Haus bringt: dem Reisen, Tagesausflügen, Wochenend- und Städtetouren. Und wenn ich dann wieder zu Hause bin, teile ich meine Eindrücke darüber gerne mit euch auf meinem Reiseblog.

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