Blick auf San Francisco
Mein Perfekter Tag,  USA und Kanada

Mein perfekter Tag in San Francisco

Viele Urlauber besuchen San Francisco auf einer Rundreise für einen oder zwei Tage. Wir haben uns auf unserem Road Trip etwas mehr Zeit gegönnt und die Stadt ausgiebig erkunden. Ich habe hier die Highlights der Stadt für Euch zusammen gestellt.

Mit San Francisco verbinden die meisten von euch bestimmt als erstes die Golden Gate Bridge, San Franciscos bekanntestes Wahrzeichen. Die älteren denken vielleicht an die Kultserie „Die Straßen von San Francisco“, in der Michael Douglas regelmäßig die engen Kurven der Lombard Street fuhr. Die etwas jüngeren denken möglicherweise an die Gefangeneninsel Alcatraz, auf der Sean Connery und Nicolas Cage im Film „The Rock – Fels der Entscheidung“ San Francisco vor einem Gasangriff schützt.

Sehr hohe Hochhäuser
Im Financial District

Ich bin im Sommer 2015 bereits zum zweiten Mal in dieser tollen Stadt. Dieses Mal haben wir unser Hotel ein wenig außerhalb gebucht. Ich habe irgendwie das Gefühl, das die Hotelpreise in den letzten Jahren explodiert sind. Und etwas außerhalb ist es deutlich preiswerter und trotzdem ist die Stadt perfekt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.

Die Touristenattraktionen, auf die ich euch an meinem perfekten Tag in San Francisco mitnehmen möchte, liegen leider teilweise etwas weiter auseinander. Wenn ihr nicht mit dem Leihwagen unterwegs seid, könnt ihr recht einfach das perfekt ausgebaute Busnetz der Stadt nutzen. Auf dieser Übersichtskarte findet ihr die Stationen meiner Sightseeing Tour.

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Ein Spaziergang auf The Embarcadero

The Embarcadero, die Landungsbrücke, ist ein breit ausgebauter Boulevard entlang der San Francisco Bay. Ich beginne meinen perfekten Tag ungefähr auf Höhe der Straßenbahnhaltestelle The Embarcadero/Ferry Building. Von hier aus gehe ich gemütlich die breite, palmengesäumte Straße entlang.

breite Straßße, Palmen, Stadt
Beim Bummel auf The Embarcadero kann man sowohl die Stadt, als auch den Blick auf die Bay bewundern

Es gibt einiges zu sehen: auf der einen Seite ragen die Hochhaustürme des Financial District auf. Auf der dem Wasser zugewandten Seite gibt es nette Restaurants, Geschäfte oder einfach nur den tolle Blick auf die Bay.

Eine historische Tram im Stil der 50er Jahre
Wer will, kann die Strecke auch in einer der historischen Trams zurücklegen

Alternative: Wer es schneller mag, kann auch mit der historischen Tram bis zur Fisherman’s Wharf fahren.

Coit Tower

Etwa auf halbem Weg zur Fisherman’s Wharf treffe ich auf die Battery Street. Hier biege ich nach links ab, um zum Telegraph Hill zu steigen. Auf dem Telegraph Hill steht der Coit Tower, ein 64 m hoher Turm, der eine wunderbare Aussicht über die Stadt verspricht. Wie der Name schon sagt, liegt dieser Turm auf einem Hügel. 400 Stufen führen zu ihm hinauf. Die Mühe lohnt sich, denn ich laufe zwischen wunderschönen Privatgärten entlang während mir die wilden Papageien des Telegraph Hill über den Kopf fliegen.

Geheimtipp

Einmal oben angekommen, solltet ihr unbedingt in den Turm reingehen. Im Inneren des Coit Towers gibt es ein interessantes Wandbild. Es wurde im Jahr 1933, als der Turm erbaut wurde gemalt und stellt Alltagsszenen aus der Stadt dar.

Alternative: von der Fisherman’s Wharf fährt der Bus der Linie 39 zum Telegraph Hill hinauf.

Alcatraz

Kurz bevor man die Fisherman’s Wharf erreicht, kommt man an Pier 33 vorbei. Hier befinden sich die Alcatraz Cruises, die euch zur Gefangeneninsel Alcatraz bringt.

Das Hochsicherheitsgefängnis von Alcatraz
Das Hochsicherheitsgefängnis von Alcatraz

Wenn ihr in San Francisco seid, solltet ihr die Insel mit dem ehemalige Hochsicherheitsgefängnis unbedingt besuchen. Ich finde es dort sehr spannend. Man kann über die Insel laufen und dabei den Blick auf die Skyline von San Francisco genießen. Und man kann natürlich auch das Cellhouse, das Gefängnis, besuchen. Wenn ihr euch die Zelle von Al Capone anschauen wollt, dann solltet ihr das Gefängnis anschauen. Die im Preis enthaltene Audiotour gibt es übrigens auch in deutsch.

Wenn ihr zu einer Hauptreisezeit unterwegs seid, dann solltet ihr die Tickets unbedingt schon vorher buchen. Ich wäre auch nach 1990 ein zweites Mal dorthin gefahren, aber wir waren im Sommer 2015 leider zu spät dran und haben keine Tickets mehr bekommen. Hier findet ihr Details zu den Kosten und Fährverbindungen.

Fisherman’s Wharf

Das ehemalige Hafenviertel, die Fisherman’s Wharf ist eine der Hauptattraktionen von San Francisco. Ich befinde mich in Amerika, und so ist es nicht weiter verwunderlich, das man hier an jeder Ecke auf Restaurants oder Imbissstände trifft. Es gibt aber auch ein paar hübsche kleine Läden. Oder Madame Tussauds.

Blick auf Fisherman's Wharf
Leckeres Essen, kleine Läden schöne Aussicht – oder nur Rummel?

Dies sind die Attraktionen, die mir bei meinem Besuch von Fisherman’s Wharf aufgefallen sind:

  • Pier 39
    Der Pier 39 ist ein kleines Vergnügungszentrum in sich. Hier gibt es kleine Fahrgeschäfte, Restaurants und ein Aquarium. Auf keinen Fall verpassen dürft ihr die Seelöwen, die es sich auf einem Ponton am Pier bequem gemacht haben. Ihr braucht nicht lange zu suchen, folgt einfach nur ihren Rufen und ihr werdet sie finden.
  • The Cannery
    In dieser Fabrikhalle hat die Firma Del Monte früher Pfirsiche in Konservendosen verpackt. Heute gibt es hier Restaurants und kleine Geschäfte.
  • Ghirardelli Square
    Dort, wo früher Ghirardelli Schokolade produziert wurde, kann man heute in schicken Restaurants essen oder durch nette kleine Boutiquen bummeln.

Geheimtipp

  • Musée Mécanique
    Dies ist ein Geheimtipp von mir. Am Ender der Fisherman’s Wharf findet ihr dieses abgefahrene Museum. Hier könnt ihr kostenlos eine Sammlung alter mechanischer Jahrmarkt- und Musikautomaten bestaunen. Größtenteils funktionieren diese sogar noch.

Lombard Street

Was gibt es zur Lombard Street zu sagen? Die einen sagen: „bloß nicht, da laufen eindeutig zu viele Touristen rum!“.

steile Straße mit vielen, engen Kurven
Touristenrummel, oder nicht? Ich finde trotzdem, die Straße sollte man gesehen haben

Ich aber finde, man kann nicht in San Francisco gewesen sein, ohne diese steile, kurvige, mit Blumen bepflanzte Straße gesehen zu haben. Außerdem ist dieser Abschnitt der Lombardstreet, die sich eigentlich einmal quer durch die Innenstadt zieht, von der Fisherman’s Wharf nur gut 10 Minuten zu Fuß entfernt.

Cable Car

Um eins kommt man als Tourist in San Francisco sicher nicht herum, das Cable Car Fahren.

Die Fahrt in einer Cable Car
Die Fahrt in einer Cable Car

Früher fuhren einmal 900 Cable Cars durch die Stadt. Heute sind davon drei Linien übrig geblieben. Die für mich schönste ist die Strecke Powel-Mason. Unweit der Lombard Street befindet sich an der Taylor Street einer der beiden Endpunkte mit einer der Drehscheiben. Hier werden die Cable Cars von Fahrer und Schaffner einmal um 180° gedreht und die Fahrt geht von vorne los.

Hier wird die Cable Car gedreht
Am Endpunkt der Strecke wird die Cable Car von Schaffner und Fahrer gedreht

Ich fahre mit der Cable Car bis zum Cable Car Museum in Nob Hill. Ich interessiere mich für Technik, deshalb schaue ich mir in diesem Museum an, wie die Cable Cars funktionieren.

Nob Hill oder China Town?

In Nob Hill, das gerne auch als „Snob Hill“ betitelt wird, leben die Reichen Familien der Stadt. Einmal hier oben angekommen hab man die Wahl, entweder man schaut sich bei einem Spaziergang die tollen Häuser der gediegenen Wohngegend am Nob Hill an. Oder man läuft runter Richtung China Town und bestaunt unter anderem die Auslagen der Geschäfte. Ich hab tatsächlich schon beides gemacht. Ich bin am eleganten Fairmont Hotel vorbei geschlendert.

Und da ich bisher nur einmal ganz kurz in Asien war, sind für mich die lebenden Frösche, die in Chinatown zum Kauf angeboten werden, noch das normalste in den Auslagen.

Ab hier verteilen sich die weiteren Attraktionen leider so weit über die Stadt, das ihr, wenn ihr keinen Leihwagen dabei habt, auf Busse umsteigen müsst. Details dazu habe ich am Ende des Beitrags einen separaten Absatz geschrieben.

Die Painted Ladies

Mitten in der Stadt gibt es einen kleinen Park, den Alamo Square. Der ist an sich nichts besonderes, wenn er nicht den perfekten Blick auf die Painted Ladies bieten würde. Diese bunt bemalten, ehrwürdigen Damen sind im 19 Jahrhundert im Queen Anne Stil gebaut und sehen einfach nur schön aus.

bunt gestrichene Holzhäuser vor der Skyline von San Francisco
Die Painted Ladies, Heim der Familie Tanner in der Fernsehserie ‚Full House‘ sind wahrscheinlich die meist fotografierten Wohnhäuser von San Francisco

Mal ganz davon abgesehen, das sie Schauplatz der in den 90er Jahren sehr beliebten Serie „Full House“ waren. Wenn ihr ohne Leihwagen unterwegs sein, dann könnt ihr mit dem Bus der Linie 21 bis zur Ecke Hayes/Steiner-Street fahren.

Golden Gate Bridge

Wie heißt es so schön „Save the best for last“. Bei meinem perfekten Tag in San Francisco hebe ich mir das beste für den Schluss auf: die Golden Gate Bridge. Eigentlich weiß ich gar nicht, warum diese rotleuchtende Brücke eine solche Fasziniation auf mich ausübt. Sie sieht einfach toll aus, wie sie sich elegant über die San Francisco Bay von Norden nach Süden legt.

Der Blick auf die Golden Gate Bridge vom Vista Point im Norden
Der Blick auf die Golden Gate Bridge vom Vista Point im Norden

Ihr müsst euch übrigens darauf einstellen, das die Brücke im Nebel liegt. Das liegt ganz einfach am Klima, das hier herrscht. Ich hatte tatsächlich beide Male (einmal im April, einmal im August) Glück, und es war sonnenklar. Es gibt tatsächlich Websites, die einem Tipps geben, wenn die Brücke im Nebel liegt.

Ich habe bei meinem Besuch zwei tolle Aussichtspunkte entdeckt. Auf der Südseite der Brücke liegt der Stadtteil Presidio, ein ehemaliger militärischer Stützpunkt. Direkt am Wasser, auf der Marine Drive hat man einen hervorragenden Blick auf die Brücke.

Auf der Südseite der Brücke gibt es den Vista Point. Während man vom Marine Drive seitlich auf die Golden Gate Bridge schaut, hat man von diesem Aussichtspunkt hat man einen klasse Blick frontal auf die Brücke.

Golden Gate Bridge von Presidio aus gesehen
Golden Gate Bridge von Presidio aus gesehen

Wie man zu den Aussichtspunkten kommt, und wann mal wie die Mautgebühr zahlt, habe ich euch hier zusammengestellt.

An der Golden Date Bridge endet mein perfekter Tag in San Francisco. Ich bin ehrlich, das ist natürlich nur ein fiktiver Tag. Die Stadt ist echt toll, und man kann hier sicher mehr als nur einen Tag verbringen, wenn man sich alles das, was ich an einem Tag besucht habe, mit Ruhe anschauen und genießen möchte. Schon alleine auf Alcatraz kan  man locker einen halben Tag verbringen.

Und wenn man nach dem Trubel in der Stadt ein wenig Ruhe sucht, dann empfehle ich euch den Golden Gate Park. Hier kann man wunderbar spazieren gehen und die Seele baumeln lassen,

Übersichtskarte

 


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Golden Gate Bridge

Muss man Maut bezahlen?

Ja, wenn man von Norden kommend, nach San Francisco reinfährt, dann muss man Maut bezahlen. Verläßt man die Stadt über die Brücke Richtung Norden, dann muss man keine Maut bezahlen.

Wie hoch ist die Mautgebühr?

Wenn man von Süden in die Stadt fährt, zahlt man $7,50. (Stand Januar 2017)

Wie kann ich die Maut bezahlen?

Früher konnte man die Maut an Mautstellen bezahlen. Seit 2013 muss die Gebühr auf anderem Wege entrichten. Du brauchst auf jeden Fall das Kennzeichen Deines Wagens dazu.

  • Online
    Spätestens 2 Tage vor oder nach der Überquerung der Brücke in südliche Richtung kannst Du die Gebühr online entrichten.
  • Am Telefon
    Dazu wählt man diese Nummer: 1-877-229-8655
  • FasTrack
    Man kann sich von der Autovermietung ein FasTrack Gerät geben lassen, das man vorne in der Windschutzscheibe anbringt. Das kostet aber Geld. Ich habe mir vorher überlegt, das sich das nicht lohnt, denn man fährt aller Wahrscheinlichkeit nach gar nicht so viele Strecken, wo Mautgebühr anfällt.
  • Cash Payment Locations
    In der Stadt und rund um die Bay gibt es sogenannte Cash Payment Locations. Hier kann man die Mautgebühr bar entrichten. Hier gibt es eine Karte, wo diese Locations zu finden sind.

 

Cable Car


Wo fährt die Cable Car?

Heute gibt es in San Francisco noch drei Strecken, die die Cable Car fährt:

  • Powel & Hyde Line
  • Powel & Mason Line
  • California Line

Was kostet die Fahrt?

Die Einzelfahrt kostet $7,00, leider für jedes Alter.

Tagestickets gibt es in mehreren Ausführungen:

1-Day Visitor Passport $21,00
3-Day Visitor Passport $32,00
7-Day Visitor Passport $42,00

Wo kauft man die Tickets?

Die Tickets kauft man beim Schaffner. Ihr steigt einfach an einer Haltestelle ein, und der Schaffner wird euch schon entdecken und auf euch zukommen.

Wie fährt man die Cable Car?

Es gibt tatsächlich eine offizielle Seite mit dem Dos and Don’ts beim Fahren in einer Cable Car.

 

Alcatraz


Wo kann man die Tickets buchen?

Die Insel Alcatraz steht unter der Aufsicht des National Park Service. Auf deren Seite findet man den Link zur Buchung der Fährtickets. Ich würde die Tickets auch nur dort buchen.

Im Ticketpreis enthalten ist der Fähre, die Parkgebühr und die Audiotour. Die Audiotour gibt es auch in deutsch.

Was kostet die Fahrt?

Hier findet ihr eine Aufstellung, was die Fähre kostst. (Stand Januar 2017)

Erwachsene (18-61) $35,50
Jugendliche (12-17)  $35,50
Kinder (5-11)  $21,75
Senioren (62+) $33,50
Babys kostenlos

Wo fährt die Fähre ab?

Die Fähre fährt vom Pier 33 ab.

Hallo, ich bin Heike. Geboren bin ich am linken Niederrhein, wo ich zusammen mit meinem Mann Stefan lebe. Meine Reisen finanziere ich als freiberufliche IT-Beraterin, sitze also die meiste Zeit am Schreibtisch. Meine Leidenschaft gilt allem, was mich aus dem Haus bringt: dem Reisen, Tagesausflügen, Wochenend- und Städtetouren. Und wenn ich dann wieder zu Hause bin, teile ich meine Eindrücke darüber gerne mit euch auf meinem Reiseblog.

6 Comments

  • HelgaN

    Danke, das ist genau das ich gesucht habe. Unser Plan ist zunächst 3-4 Tage San Francisco zu erkunden, dann einen Mietwagen zu nehmen, um so viel wie möglich zu sehen. Tolle Tipps
    Im Mai geht es los bei uns

    • Heike

      Vielen Dank. Das freut mich zu hören.
      Ganz viel Spaß in der Stadt. Ich fand es super schön dort. Und einen schönen Urlaub.

      • Fabian

        Danke für den Tipp mit den Alcatraz Tickets. Wir fliegen nächste Woche rüber. Mich hat dieses Gefängnis schon seit Clint Eastwood’s „Flucht von Alcatraz“ fasziniert. Ich muss dort unbedingt rein. Nur zu Besuch versteht sich. :-)

  • Stefan

    Hallo Heike,
    wenn man die Brücke überquert und dann in die Marine Headlands abbiegt, gibt es weitere tolle Aussichtspunkte mit der Brücke im Vordergrund und San Francisco im Hintergrund. Sieht auch zur blauen Stunde toll aus, wenn kein Nebel über der Bucht liegt :-)

    • Heike

      Hallo Stefan,
      Danke für den Tipp. Ja, da waren wir auch. Das ist eigentlich ein guter Tipp, den ich irgendwie unterschlagen habe. Ich schau mal, wie ich den einbauen kann.
      LG Heike

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