Ausflugstipps

Der Archäologische Park Xanten

Wenn sich 12.000 Geocacher aus der ganzen Welt zu einem gemütlichen Beisammensein verabreden, dann muss es schon eine etwas größere Location sein. Da größtenteils ganze Familien anreisen, soll das Ganze auch familientauglich sein. Und so fiel die Wahl bei der Planung des Events auf den APX, den Archäologischen Park Xanten. Da ich bekanntermaßen Geocacher bin, habe ich dem Colonia Ulpia Traiana, wie die Stadt zu Zeiten der Römer hieß, im Mai 2015 einen Besuch abgestattet.

Beim Betreten des weitläufigen Geländes freue ich mich auf einen wirklich schönen Tag.  Wetter ist herrlich, der Park breitet sich vor mir aus. Von der Masse an Menschen spüre ich überhaupt nichts. Das Gelände ist so riesig, das sich die Menschenmenge darin komplett verläuft.

Weite Rasenflächen und Wege, die von Bäumen gesäumt sind
Das Gelände des Archäologischen Parks Xanten

Zu meiner Linken erkenne ich das Amphitheater, schaue ich nach rechts sehe ich den Hafentempel und geradeaus eröffnet sich mir der Blick auf den riesigen Park. Colonia Ulpia Traiana, von Kaiser Trajan gegründet, war zu Römerzeiten eine der bedeutendsten Städte der germanischen Provinzen Roms. Zu ihren besten Zeiten lebten hier mehr als zehntausend Menschen. Das Gelände des Archäologischen Parks Xanten umfasst heute ungefähr die Ausmaße der damaligen Stadt.

apx-statue

 

Das Amphitheater

Ich wende mich nach links und gehe entlang der Stadtmauer bis zum Amphitheater. Wie die meisten Gebäude auf dem Gelände, ist dieses ein Rekonstruktionsbau der auf den Überresten des ursprünglichen Amphitheaters gebaut wurde. Drei der echten Fundamente wurden ausgegraben und sind vor dem Theater ausgestellt, die anderen blieben in der Erde. Die Zuschauerränge und die Gewölbegänge sind Nachbauten. Im Amphitheater fanden zu damaligen Zeiten bis zu 10.000 Menschen Platz. Hier finden auch heutzutage Veranstaltungen statt. Ich erinnere mich an ein großartiges BAP Konzert, das ich hier einmal besucht habe.

Blick durch eine Schießspalte auf die Arena
Blick durch eine Schießspalte

 

Gänge unterhalb der Ränge
Gänge unterhalb der Ränge

 

Ein steinerner Säulengang
Der Säulengang im Amphitheater

Die weiten Rasenflächen und die gut befestigten, lindengesäumten Sandwege laden mich, ein einfach spazieren zu gehen und das Gelände weiter zu erkunden.

apx-lindenallee

Der Hafentempel

Und so spaziere ich gemütlich wieder zurück, diesmal mit dem Hafentempel als Ziel. Der Hafentempel wurde auf einem 3m hohen Podium rekonstruiert. Er ist ein 1:1 Nachbau aus denselben Materialien, aus denen Tempel damals errichtet wurden. Innerhalb der Säulen findet man, geschützt durch den Nachbau, die originale Fundamentplatte. Viele Teile des Originals, die während der Ausgrabungsarbeiten gefunden wurden, sind im Römermuseum ausgestellt. Leider ist der Tempel aufgrund von Sanierungsarbeiten momentan nicht zugänglich, so dass ich euch nur zwei Aufnahmen von der anderen Seite des Bauzauns zeigen kann.

Eine Detailansicht des Giebels, bestehend aus Säulen und Teilen des Giebels
So hat der Giebel des Hafentempels ausgesehen

 

Ein Plataeu aus Stein, Säulen, eine Ruine.
Die Rekonstruktion des Hafentempels

Auf dem Gelände

Neben den beiden großen Attraktionen, dem Amphitheater und dem Hafentempel, gibt es auf dem Gelände noch sehr viel mehr zu erkunden. In einem Bereich, wo sich damals die Wohnhäuser befanden, sind die Umrisse der Häuser mit ihren Zimmern durch kniehohe Hecken und Blumenbeete plastisch dargestellt. Hier spaziere ich quasi mitten durch ein Wohngebiet.

apx-haeuser

 

Ein Exponat befasst sich mit den Techniken, die beim Bau der grossen und kleinen Gebäude angewendet wurden: es gab tatsächlich schon Kräne. Und gab es damals schon Pferdekutschen? Na klar. Seit Ben Hur weiss ich natürlich, das es Streitwagen gab. Und Pferdekutschen mit planwagenähnlichen Aufbauten gab es auch schon.

Ein Holzbau, Seile mit denen schwere Gegenstände gehoben werden konnten
Es gab auch schon Kräne

 

Der Nachbau einer Kutsche mit zwei Esel davor
So könnte eine Kutsche ausgesehen haben

So sah wohl das Nordtor der Stadt aus, das man von Innen und Aussen komplett erkunden kann.

apx-eingang

Für die Kids

Wenn die Kinder genug römische Geschichte erlebt haben, dann könnt ihr mit ihnen zum Spielplatz gehen. Hier können sie sich nach Herzenslust austoben. Der Abenteuerspielplatz ist eine kleine Stadt aus Holz und lädt absolut zum Klettern ein. Daneben gibt es seit kurzem einen Wasserspielplatz mit Kanälen, Schleusen und Pumpen, wo die Kids beim Spielen auch noch was lernen können.

apx-spielplatz

Und so sieht das übrigens aus, wenn sich Geocacher die Spiele der Gladiatoren anschauen:

apx-amphitheater

 


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    Adresse

LVR-Archäologischer Park Xanten (APX)
Am Rheintor
46509 Xanten

    Öffnungszeiten

März – Oktober: täglich von 9 – 18 Uhr
November: täglich von 9 – 17 Uhr
Dezember – Februar: täglich von 10 – 16 Uhr

     Eintrittspreise

(Stand März 2018)

Erwachsene: 9 €
Kinder und Jugendlich (bis 18 Jahre) haben freien Eintritt

 

Hallo, ich bin Heike. Geboren bin ich am linken Niederrhein, wo ich zusammen mit meinem Mann Stefan lebe. Meine Reisen finanziere ich als freiberufliche IT-Beraterin, sitze also die meiste Zeit am Schreibtisch. Meine Leidenschaft gilt allem, was mich aus dem Haus bringt: dem Reisen, Tagesausflügen, Wochenend- und Städtetouren. Und wenn ich dann wieder zu Hause bin, teile ich meine Eindrücke darüber gerne mit euch auf meinem Reiseblog.

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