USA und Kanada

Das erste Mal USA: Was muss ich beachten?

Was muss ich beachten, wenn ich in die USA fahre? Wenn ihr das erste Mal in den USA Urlaub macht, fragt ihr euch vielleicht, wie es wird. Was muss ich im Vorfeld klären? Auf was muss ich mich vorbereiten? Viele Fragen, die ich mir selbst regelmäßig stelle, wenn ich in ein fremdes Land fahre. Ich war mittlerweile schon über 10 Mal in den USA im Urlaub und konnte einiges an Erfahrung sammeln. Aus diesem Grund habe ich hier mal ein paar Dinge aufgeschrieben, die mir wichtig erscheinen. Das sind natürlich keine festen Regeln oder Gesetze, sondern basiert auf meinen Erfahrungen. Naja, außer dem ESTA Antrag (Elektronisches System für Reisegenehmigung), der ist wirklich gesetzlich vorgeschrieben.

Anreise

Heike vor der Air Force One
So fliegt man standesgemäß, oder?
  • ESTA Antrag
    Vor der Einreise müsst ihr unbedingt an den ESTA Antrag denken. Denn ohne diesen schicken sie euch schon am heimatlichen Flughafen wieder nach Hause. Fallt hierbei bitte nicht auf einen der zahlreichen Drittanbieter rein. Die nehmen für die gleiche Leistung viel mehr Geld. Ihr solltet den Antrag direkt an der U.S. Customs Border Protection stellen. Dort kostet er um die $15, bezahlbar mit Kreditkarte. Und habt keine Angst, die Seiten sind auch auf deutsch aufrufbar. Zum ESTA Antrag habe ich hier eine detaillierte Beschreibung gemacht.
  • Umsteigen bei Flügen
    Bei Flügen in die USA achte ich immer darauf, dass ich in den USA nicht noch einmal umsteigen muss. Das ist echt lästig, weil man am ersten Flughafen an dem man amerikanischen Boden betritt, sein Gepäck einmal in Empfang nehmen muss, um es dann erneut aufzugeben. Falls das Umsteigen in den USA nicht zu vermeiden ist, sollte man auf jeden Fall genügend Zeit für diese Prozedur einplanen, denn die Warteschlangen an den Checkpoints der Homeland Security können sehr lang werden.

 

Übernachten

Zweistöckiges Holzhaus
Ein typisches Motel auf dem Weg
  • Im Motel immer ein Zimmer in der oberen Etage
    Auf Rundreisen werdet Ihr bestimmt in dem ein oder anderen Motel übernachten. Die sind in der Regel zweistöckig. Versucht ein Zimmer in der oberen Etage zu bekommen, denn die Decken sind oft aus Holz und so trampelt ihr denjenigen unter euch auf dem Kopf herum und nicht umgekehrt.
  • Kein Zimmer neben der Eismaschine
    Meidet nach Möglichkeit im Hotel Zimmer neben der Eismaschine. Erstens ist brummen diese recht laut und wenn jemand Eis holt, fallt ihr aus dem Bett, wenn ihr leichten Schlaf habt. Und glaubt mir, diese Maschinen werden oft frequentiert.
  • Waschen im Hotel/Motel
    Wenn ich länger unterwegs bin, finde ich es immer ganz praktisch, dass man fast überall in den Hotels seine Wäsche waschen kann. Die Maschinen werden mit 25 ct Stücken, den sogenannten Quarters befüllt. Diese sammele ich immer und überall. Natürlich kann man meistens auch an den Rezeptionen Geld wechseln, aber so ist man unabhängig. Bei den Waschmaschinen gibt es fast immer Automaten, wo man das Waschmittel ziehen kann. Nehmt nach Möglichkeit nicht das deutsche Waschmittel, denn die amerikanischen Waschmaschinen waschen anders. Ein Waschgang dauert oft nur 30 Minuten, was sehr praktisch ist.

Einkaufen

Schild, das auf Shopping hinweis
Shopping ist eines der liebsten Hobbys der Amerikaner
  • Bargeld / Bezahlen per Kreditkarte
    Das meiste bezahlt man in den USA mit Kreditkarte. Selbst die Packung Kaugummi für $ 1 wird per Kreditkarte gezahlt. Das Bezahlen ist deutlich unkomplizierter, aber auch ein wenig gefährlicher, als bei uns. Die Kreditkarte wird eingelesen, man bekommt den Kassenzettel und das war es. Man muss selten etwas unterschreiben.
    Und weil man alles per Karte bezahlt, reichten uns bisher pro Woche ganz locker $ 100 Bargeld.
  • Auf die ausgewiesenen Preise kommt noch Sales-Tax
    Auf die auf dem Preisetikett ausgewiesenen Preise kommt noch die Umsatzsteuer und ggf. andere Steuern. Die Hebesätze sind übrigens in jedem Staat unterschiedlich. Eine Aufstellung der Steuersätze gibt es zum Beispiel hier.
  • Denkt an die Zollbestimmungen
    Auch wenn die USA in vieler Hinsicht ein Shopping Paradies sind, ihr könnt nicht unbegrenzt einkaufen. Alles was ihr kauft, muss nach Deutschland eingeführt werden und dabei gelten die jeweils aktuellen Zollbestimmungen. Im Mai 2016 durfte man zum Beispiel pro Person Waren im Wert von 430 Euro einführen. Die aktuellen Bestimmungen findet ihr hier.

Autofahren

Eike vor einem großen SUV
Wir mieten am liebsten SUV’s
  • Internationaler Führerschein
    Unser Führerschein ist bisher auf keiner unserer Reisen kontrolliert worden. Trotzdem besitze ich einen internationalen Führerschein und fühle mich wohl dabei, ihn auf Reisen dabei zu haben. Ihr bekommt einen internationalen Führerschein beim Straßenverkehrsamt. Beim Straßenverkehrsamt des Kreis Viersen konnte ich diesen direkt mitnehmen. Im Prinzip ist es nur eine Übersetzung und er benötigt auch kein Passfoto. Natürlich solltest du deinen „echten“ Führerschein nicht vergessen, weder bei der Beantragung am Straßenverkehrsamt, noch im Urlaub selbst, denn der internationale Führerschein ist ohne den „echten“ nicht gültig.
  • Leihwagen
    • Versicherungen
      Leihwagen sind in den USA eine total unkomplizierte Sache. Wir mieten unsere Leihwagen immer über den ADAC. Da sind für uns alle wichtigen Versicherungen im Mietpreis enthalten und wir können die Versuche der Vermieter, einem weitere Versicherungen zu verkaufen, ruhigen Gewissens abblocken.
    • Choice Lane
      An den Flughäfen gibt es oft eine sogenannte Choice Lane. Dort kannst du ein Auto aus deiner gewählten Fahrzeugklasse auswählen und bekommst kein festes Auto zugewiesen. Bei der Ausfahrt aus dem Parkhaus wird dann erst registriert, für welches Fahrzeug man sich entschieden hat. Das mag ich sehr.
    • Rückgabe
      Die Rückgabe des Leihwagens ist kurz und schmerzlos. Du gibst den Schlüssel ab und das war es. Eine aufwändige Kontrolle des Fahrzeugs, so wie zum Beispiel in Europa, habe ich in den USA bisher nicht erlebt.
    • Ganz wichtig
      Wenn vor Dir ein gelber Schulbus oder ein anderer als Schulbus gekennzeichneter Bus auf der Fahrbahn anhält und den Warnblinker einschaltet, fahre nie an diesem vorbei. Das ist eine Todsünde in den USA!!!
  • Rechts abbiegen an Ampeln in der Regel erlaubt
    Anders als bei uns braucht man in den USA keinen grünen Pfeil. Hängt die Ampel in der Mitte über der Kreuzung, dann darf man rechts abbiegen, wenn frei ist.
  • Kreuzungen ohne Ampel
    An Kreuzungen ohne Stopschilder gilt wie bei uns in Deutschland rechts vor links. Es gibt aber auch Kreuzungen mit 4 Stopschildern. Hier gilt: wer zu erst kommt, darf zu erst fahren.

Essen

Im Inneren eines Restaurants
Hier essen wir gerne: Red Robin, eine gehobenere Burgerkette
  • Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Klimaanlagen in den Restaurants immer unglaublich niedrig gestellt werden. Es ist in den Restaurants meistens sehr kalt. Deshalb habe ich mir irgendwann angewöhnt, immer eine Strickjacke zum Essen mitzunehmen.
  • Trinkgeld
    Die Mitarbeiter in den Restaurants bekommen meistens sehr wenig Geld. Deshalb sind sie wirklich auf das Trinkgeld angewiesen. 15-20 % sind üblich. Aber aufpassen: manchmal wird es schon direkt auf die Rechnung aufgeschlagen. Dann braucht ihr natürlich nichts mehr zusätzlich zu zahlen.
    Auf den Kreditkartenbelegen gibt es ein eigenes Feld für Trinkgeld. Einfach hier die gewünschte „Tip“ eintragen.
  • Große Portionen
    Ich bin wirklich kein Spatzenesser. Aber selbst ich finde, dass die Portionen in den Restaurants echt riesig sind. Bei den Sodas, also den alkoholfreien Getränken und dem beliebten Eistee, gilt oft „free refill“. Sobald das Glas leer ist, wird es aufgefüllt. Free refill gibt es insbesondere oft beim Frühstück.

Hallo, ich bin Heike. Geboren bin ich am linken Niederrhein, wo ich zusammen mit meinem Mann Stefan lebe. Meine Reisen finanziere ich als freiberufliche IT-Beraterin, sitze also die meiste Zeit am Schreibtisch. Meine Leidenschaft gilt allem, was mich aus dem Haus bringt: dem Reisen, Tagesausflügen, Wochenend- und Städtetouren. Und wenn ich dann wieder zu Hause bin, teile ich meine Eindrücke darüber gerne mit euch auf meinem Reiseblog.

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