Ausflugstipps

Niederrheinische Sehenswürdigkeiten: Villa Erckens

Was verbirgt sich hinter dem Begriff „Klatschkies met Kruk“? Wie spricht man eigentlich Orte wie Grevenbroich oder Straelen richtig aus? Gibt es niederrheinische Sehenswürdigkeiten? Dies und mehr lernt man im Museum der niederrheinischen Seele, in der Villa Erckens in Grevenbroich.

Tafel: Museum der niederrheinischen Seele

An einem trüben, regnerischen Wochenende gehe ich gerne ins Museum. So auch am letzten Sonntag. Ein Blick aus dem Fenster reicht und ich gehe ans Bücheregal, um ein Buch zu holen. Nein, kein Roman mit dem ich es mir auf der Couch gemütlich machen möchte, sondern das Buch „111 Museen in NRW„, das ich vor einiger Zeit von meiner Freundin Tanja vom Reiseblog Vielweib in Tour geschenkt bekommen habe.

Und so stöbere ich beim Frühstück, welches Museum es heute werden soll. Dabei fällt mir, als waschechter Niederrheiner, ein interessantes Museum ins Auge: das Museum der niederrheinischen Seele. Also setze ich mich ins Auto und fahre nach Grevenbroich.

Die Villa Erckens beherbergt das Museum der niederrheinischen Seele Foto: Michael Reschke
Die Villa Erckens beherbergt das Museum der niederrheinischen Seele
Foto: Michael Reschke

Das Museum entpuppt sich als ehemalige Industriellenvilla mitten in der Stadt Grevenbroich. Die Villa stammt aus dem Jahre  1887 und wurde 2012 saniert. Seit dem beherbergt sie das Museum der niederrheinischen Seele. Ich betrete das Museum und stehe in der großen Eingangshalle. Rechts führt eine breite Eichentreppe in die erste Etage. „Ja, so würde ich auch gerne wohnen.”, denke ich mir.

Mit einem Plan in der Hand beginne ich meinen Besuch im Untergeschoss des Museums. Hier ist ein kleiner Teil der Ausstellung, der sich mit dem industriellen Wandel am Niederrhein beschäftigt. Ich stehe vor einer Maschine, die 1817 in Grevenbroich erfunden wurde und deren Verfahren tatsächlich heute noch genutzt wird: einer Presse zum Prägen von Münzen.

Das Obergeschoss

„Und sonst?”. „Es muss. Und selbst?”. „Es geht.”

Wem dieser Dialog bekannt vorkommt, aber auch wem er fremd ist, der ist im Obergeschoss des Museums genau richtig. Ihr glaubt nicht, wie oft ich diesen Dialog schon in meiner Heimat gehört habe. Jedenfalls erfahre ich im Obergeschoss des Museums einiges über die niederrheinische Seele – und ich erkenne mich tatsächlich oft wieder. Es gibt insgesamt sieben Themenräume im Obergeschoss. Hier schaue ich mir an, was die niederrheinische Landschaft ausmacht, wie wir am Niederrhein reden, was wir gerne essen – und vieles mehr.

Spaß für die ganze Familie

„Im Spiel sein“: Im diesem Museum gibt es viele interaktive Elemente, die den Kindern viel Spaß machen.

 

Heike vor einem Spiegel
„Entdecke spielerisch Deine niederrheinische Seele“

 

Mein Fazit:

Das Museum der niederrheinischen Seele in Grevenbroich ist klein aber fein. Wen die Menschen und der Niederrhein interessieren, wer wissen möchte, wie wir reden, was wir essen, wie wir unsere Feste feiern, der sollte das Museum unbedingt besuchen.

 

 


 

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Adresse

Museum der
Niederrheinischen Seele,
Villa Erckens

Am Stadtpark
41515 Grevenbroich

 Öffnungszeiten

Mittwoch, Donnerstag, Samstag
und Sonntag von 11-17 Uhr
Freitag von 09-13 Uhr

 Eintritt

(Stand März 2017)

Der Eintritt ins Museum kostet 4 €.
Kinder ab 6 Jahre zahlen 1,50 €.
Familien (2 Erwachsene und bis zu 4 Kinder) zahlen 8 €.

Hallo, ich bin Heike. Geboren bin ich am linken Niederrhein, wo ich zusammen mit meinem Mann Stefan lebe. Meine Reisen finanziere ich als freiberufliche IT-Beraterin, sitze also die meiste Zeit am Schreibtisch. Meine Leidenschaft gilt allem, was mich aus dem Haus bringt: dem Reisen, Tagesausflügen, Wochenend- und Städtetouren. Und wenn ich dann wieder zu Hause bin, teile ich meine Eindrücke darüber gerne mit euch auf meinem Reiseblog.

2 Comments

  • vielweib

    Was Du so alles entdeckst ;-) Gestern waren wir wieder in Steyl – Dein Geheimtipp und inzwischen Vaters Lieblingsausflugsziel ;-)
    Als erneuter Niederrheiner sollte ich mit ihm auch einmal in dieses Museum. Danke für den Tipp!
    Liebe Grüße, Tanja

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