Flughafen Düsseldorf
Ausflugstipps,  Deutschland

Airporterlebnis Düsseldorf

Als Reisebloggerin zum Flughafen zu fahren, um nicht irgendwohin zu fliegen, ist ein ungewohntes Gefühl. Heute ist es tatsächlich mal so weit. Ohne Koffer fahre ich nachmittags zum Düsseldorfer Flughafen. Mein Ziel ist keine Reise, sondern ich habe das Vergnügen, an einer Airport Tour (Fototour mit Ausstieg), teilnehmen zu können. Ich darf also mit 40 anderen Personen einen Blick hinter die Kulissen des Flughafens werfen.

Mit den anderen Teilnehmern stehe ich erwartungsvoll am Treffpunkt für die Airport-Touren vor Terminal C.

Tourbus
Mit diesem Bus wurden wir kreuz und quer über das Flughafengelände gefahren

 

Touchdown
Wir haben fast am Touchdown Punkt gestanden

 

Am Rand des Rollfelds
Beobachtung am Rand des Rollfelds

 

Pünktlich um 17 Uhr besteigen wir den Bus und los geht die Fahrt. Mit einem kurzen Schlenker durch Airport City fahren wir an Tor 1. Hier müssen wir alle aussteigen um durch die abflugähnliche Sicherheitskontrolle zu kommen. Ich fühle mich immer noch, als wenn ich gleich wegfliegen dürfte.

flughafen-duesseldorf-landung

Wir passieren die Sicherheitskontrolle und befinden uns mit unserem Bus praktisch mitten im Geschenen. Um uns herum rollen die Flugzeuge entweder von den Gates weg, oder zu diesen hin. Aber Klaus, unser Busfahrer, lenkt uns souverän zwischendurch. Überhaupt ist Klaus ein klasse Guide. Er scheint „seinen“ Flughafen wirklich zu lieben und versorgt uns mit jede Menge Hintergrundinformationen zu dem, was wir sehen. Er weiß zum Beispiel, das das Pushback Fahrzeug an der Aeroflot-Maschine nach Moskau das „ganz moderne“ Fahrzeug ist, das das Vorderrad des Flugzeugs beim Pushback hochhebt.

Ramp Agent bei der Arbeit
Hier sieht man den den Ramp Agent bei der Arbeit

 

Ab geht's nach Moskay
Die Maschine startet jetzt gleich nach Moskau

 

Pushback Aeroflot
Pushback der Aeroflot

Wir beobachten diesen Vorgang und sind fasziniert von der Routine. Wenn das Flugzeuge zurück geschoben wird, führt der Ramp Agent am Vorderrad einen Splint ein, der dem Piloten die Möglichkeit zum Lenken sperrt. Das Flugzeug wird dann zurückgeschoben, bis es von sich aus geradeaus los rollen kann, erst dann wird der Splint wieder entfernt, und der Pilot kann wieder selbst lenken. Der Splint hängt an einem gut sichtbaren Band, nachdem das Flugzeug vom Pushback Fahrzeug abgehängt ist, geht der Ramp Agent mit dem Rücken zum Piloten das Band gut sichtbar durch einen ausgestreckten Arm von Flugzeug weg. Erst wenn der Ramp Agent sich zum Piloten gedreht hat, und Augenkontakt besteht, darf der Pilot losrollen.

Als nächstes fahren wir an einer Boing 787, dem Dreamliner, der All Nippon Airways vorbei bis zur Feuerwehr. Wir dürfen allerdings nicht aussteigen, weil das zu gefährlich ist, falls es zu einem Einsatz kommen sollte. Am Flugfeld dürfen wir das erste Mal aussteigen und die Starts und Landungen aus nächster Nähe beobachten.

Zwei Flugzeuge nebeneinander
Groß und klein friedlich nebeneinander
Dreamliner der ANA
Der Dreamliner der ANA startet später nonstop Richtung Tokyo
Triebwerk
Das Triebwerk des Dreamliners

Nach diesem Stop geht es weiter entlang des Terminals bis zur Wartungshalle von Air Berlin und der Halle zum Testen der Triebwerke. Ein nächstes Mal dürfen wir am Anfang (je nach Wind auch das Ende) der Start- und Landebahn halten. Das ist ein irres Gefühl, wenn man meint den Kopf einziehen zu müssen, weil die Maschinen einem über den Kopf rasen.

flughafen-duesseldorf-british-airways-beim-start

Der letzte Stop auf dieser tollen Tour findet bei der Flughafenfeuerwehr Nord statt. Die Jungs von der Feuerwehr sind so nett, extra eines ihrer imposanten Feuerwehrautos nach vorne zu fahren, so das wir diese fotografieren können.

Feuerwehrfahrzeug
Führerhaus mit Strahlrohr

 

Feuerwehrfahrzeug
Die Feuerwehrfahrzeuge der Feuerwehr Nord

 

Feuerwehrfahrzeug FW Nord
Diese Fahrzeuge können in kürzester Zeit einen enormen Schaumteppich bilden

Nachdem wir noch die Landung der Air China nonstop aus Peking beobachten durften, ist die zweistündige Tour auch schon um.

Landeanflug Air China
Air China Direktflug aus Peking beim Landeanflug

 

Touchdown Air China
Air China aus Peking beim Touchdown

 

 

Zurück am Ausgangspunkt bekommen wir noch eine Freikarte für die Aussichtsterasse in die Hand gedrückt, und der tolle Ausflug neigt sich dem Ende zu.

Hier noch einmal alle Impressionen als Slideshow:

Fazit

Die Tour hat super Spaß gemacht, ich habe sie jetzt bereits zum zweiten Mal mitgemacht, einmal mit, einmal ohne die Möglichkeit zum Aussteigen. Die „mit Aussteigen“ Tour ist etwas teurer, lohnt sich aber, wenn man fotografieren möchte, meiner Meinung nach auf jeden Fall. Denn ohne die Scheibe des Busses sind die Bilder doch deutlich schöner.


Mehr zum Thema

      Hier könnt Ihr die Airport-Touren buchen

Airport-Touren am Flughafen Düsseldorf

      Das kostet das Airporterlebnis

Stand: April 2018

Airport-Tour (Basis)

Erwachsene und Jugendliche (ab 15 Jahre)      12 €
Kinder (5 – 14 Jahre)                                              8 €

Foto-Tour (mit Ausstieg)

montags und freitags um 17:00 Uhr

Erwachsene und Jugendliche (ab 15 Jahre)      16 €
Kinder (5 – 14 Jahre)                                              11 €

Tour zur Flughafen-Feuerwehr

jeden 3. Montag im Monat um 17:00 Uhr

Erwachsene, Jugendliche, Kinder                       17 €

 

Hallo, ich bin Heike. Geboren bin ich am linken Niederrhein, wo ich zusammen mit meinem Mann Stefan lebe. Meine Reisen finanziere ich als freiberufliche IT-Beraterin, sitze also die meiste Zeit am Schreibtisch. Meine Leidenschaft gilt allem, was mich aus dem Haus bringt: dem Reisen, Tagesausflügen, Wochenend- und Städtetouren. Und wenn ich dann wieder zu Hause bin, teile ich meine Eindrücke darüber gerne mit euch auf meinem Reiseblog.

3 Comments

  • Thomas

    Mensch, das sind ja tolle Eindrücke, welche Du von der Tour mitgebracht hast. Das die normalen Touren mit der Option zum Aussteigen angeboten werden wusste ich noch gar nicht. Ich kannte bisher nur die Touren für Spotter, die so 6-8 mal im Jahr angeboten werden. Die dauern dann drei Stunden und wir dürfen selber wählen, wo wir was fotografieren wollen.

    Ich finde es aber klasse, das der Airport das nun jedem ermöglicht mal am Rande der Runway zu stehen, das ist schon beeindruckend.

    Toller Bericht mit feinen Bilder, Danke für die Eindrücke.

    LG Thomas

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.