Das rechteckige Hafenbecken ist umringt von bunten Häusern
Dänemark,  Skandinavien,  Städtetouren

Kopenhagen – Von Meerjungfrauen und Königen

Während unseres Kurzurlaubs auf der dänischen Insel Seeland verbrachten wir einen Tag in Kopenhagen. Durch einen für Touristen gelegten Geocache ließen wir uns zu den Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt führen.

Wir planen, nicht mit dem Auto bin in die Innenstadt zu fahren, sondern von Jersie aus mit der Bahn in die Stadt zu fahren. Auf dem Banhsteig angekommen, entscheiden wir uns aber kurzfristig um, denn der Preis für die knapp 15 minütige Fahrt ist deutlich höher als der erwartete Preis für mehrere Stunden Parken in der Innenstadt. Also setzen wir uns wieder ins Auto und fahren bis ins Zentrum. Die Suche nach einem Parkhaus ist zwar so unvorbereitet nicht ganz so einfach, schließlich finden wir dann aber doch eines direkt an der Haupteinkaufsmeile. Wir werden Kopenhagen nicht per Reiseführer erkunden, sondern in guter Geocachermanier mit einem Geocache, der speziell für Touristen geschaffen wurde. „A Tourist in Copenhagen“ wird uns kreuz und quer zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt führen. Am Ende werden wir 12 km zurückgelegt haben. Wir parken das Auto im Parkhaus vom Magasin, dem größten Kaufhaus Skandinaviens und schlendern die Hauptshopping-Meile Strøgad entlang.

Kopenhagens Haupteinkaufsstraße Strøgad

Auf dem Weg halten wir am ältesten Springbrunnen Kopenhagens Caritasbrønden (Caritas Brunnen). Hier herrscht reger Trubel. Neben den Strassenmusikanen findet man hier auch unzählige Touristen. Kein Wunder, denn nicht nur der Brunnen, sondern der gesamte Platz ist sehr schön.

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Der Caritasbrønden ist der älteste Brunnen der Stadt

Und weiter geht es entlang der Fussgängerzone bis zum Rathausplatz.

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Die Statue von Hans Christian Andersen
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Der Eingang des Tivoli

An der Hans Christian Anders Statue suchen wir vergebens einen Nano und gehen weiter bis zum Eingang des Tivoli, dem ältesten existierenden Vergnügungspark. Er wurde 1843 eröffnet. Leider fehlt uns die Zeit, diesen zu besuchen. Definitiv das nächste Mal! Zurück vom Tivoli geht es wieder über die Størgad. Wir biegen von der Einkaufsstrasse in die Jorcks Passage ein. Hier gibt es einen tollen Spieleladen, wo zufälligerweise auch ein Geocache versteckt ist. Wir folgen der Skindergade bis zur Købmagergade und halten uns links, bis wir auf den Rundetårn (Runder Turm) treffen. Dieser, aus dem Jahre 1642 stammende Turm beherbergt das älteste noch existierende Observatorium Europas. Leider fehlt uns auch hier die Zeit, diesen Turm zu besteigen. Im Inneren des Turms findet man keine Treppe mit Stufen, sondern einen breiten stufenlosen Stieg, der damals mit Pferdekarren genutzt wurde. Beim Schreiben dieses Blogeintrags merke ich immer mehr: ich muss noch einmal wiederkommen. Eigentlich hätte ich mir dies gerne angeschaut. Vom Runden Turm aus gehen wir weiter zum Schloss Rosenborg. Das Schloss ist nicht mehr bewohnt, beherbergt aber die dänischen Kronjuwelen. Es gibt hier einen wunderschönen Schlosspark. Außerdem kann man vom Garten aus einen Blick auf den Übungsplatz der königlichen Leibgarde erhaschen.

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Schloss Rosenborg

Über den Botanischen Garten geht es kurz am Geologischen Museum vorbei. Hier gibt es vor dem Eingang einen ganz schön großen Meteoriten zu sehen. Vom Geologischen Museum aus gehen wir durch den wunderschönen Schlosspark von Rosenborg bis zur Marmorkirche. Auf dem Weg treffen wir auf mein ganz persönliches Highlight in Kopenhagen, das Cafe Mormors, zu Deutsch „Oma“.

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Das Cafe Mormors sollte man auf keinen Fall verpassen

Die Marmorkirche beeindruckt durch ihre große Kuppel. Auch hier wieder ein Superlativ, es handelt sich hierbei um die größte begehbare Kuppel Skandinaviens.

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Die beeindruckende Kuppel der Marmorkiche

Im bzw. am Schloss Amalienborg ist heute nicht viel zu sehen. Die Stadtresidenz der dänischen Königin scheint heute ohne selbige auszukommen. Anstelle ihrer Standarte wehr über dem Palais nur die dänische Nationalflagge. Das Schloss ist genau so schlicht und ohne Chichi wie die Besitzerin, Königin Margarethe. Es besteht aus 4 einzelnen, gleichausschauenden Palais, die um einen achtecken Platz angeordnet sind.

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Wachwechsel am Schloss Amalienborg

Von Amalienborg aus gehen wir die Hafenpromenade entlang bis zur Statue der Kleinen Meerjungfrau. Ich war ja schon vorgewarnt. Aber so putzig klein und unspektakulär hätte ich mir Kopenhagens Wahrzeichen dann doch nicht vorgestellt. Dafür wimmelt es auch hier wieder von Touristen.

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Das Wahrzeichen der Stadt, die kleine Meerjungfrau

Nach dem Besuch der Meerjungfrau gönnen wir unsreren Füßen erst einmal ein wenig Pause. Mit dem Hafentaxi geht es einmal längs durch den Hafen bis nach Nyhaven.

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Mit dem Hafentaxi unterwegs

Obwohl der Name auf deutsch „Neuer Hafen“ bedeutet, handelt es sich hierbei um einen alten Hafen aus dem 17. Jahrhundert. Die Wasserfront ist umrundet von pittoresken Häusern. Entlang des kleinen Hafens reiht sich ein Cafe – Restaurant – Eisdiele an die andere. Obwohl es hier ziemlich voll ist, genießen wir die halbe Stunde, die wir hier verbringen.

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Nyhaven, der „Neue Hafen“ aus dem 17. Jahrhundert

Wir können uns schwer losreißen, aber aufgrund der bereits fortgeschrittenen Zeit gehen wir weiter bis zu unserem dritten Schloss am heutigen Tag. Christiansborg liegt auf der Insel Slotsholmen. Diese Insel beherbergt zahlreiche Regierungsgebäude, eigentlich alle Institutionen der drei Gewalten. Jetzt sind wir an einem Punkt angelangt, wo die Füße langsam aber sicher anfangen weh zu tun. Unser letzer Punkt für heute ist Christiania, die weltberühmte Hippestadt mitten in Kopenhagen. Die Freistadt Christiania ist eine autonome Kommune, die sich unabhängig von staatlichen Behörden verwaltet. Das ehemalige Militärgelände wurde Anfang der 70er Jahre von Alternativen besetzt. Die dänischen Behörden versuchten damals, das Gebiet zu räumen, schlugen aber aufgrund der Größe des Areals und der hohen Zahl an Besetzern fehl. Heute wird das Gebiet von den dänischen Behörden geduldet. Leider kann ich kein Bild anfügen, da das Fotografieren hier nicht erwünscht ist. Mit der Berechnung der finalen Koordinaten zu diesem tollen Multi und dem anschließenden problemlosen Finden der Dose beschließen wir unseren Besuch in Kopenhagen und fahren zurück zu unserem B&B.

Hallo, ich bin Heike. Geboren bin ich am linken Niederrhein, wo ich zusammen mit meinem Mann Stefan lebe. Meine Reisen finanziere ich als freiberufliche IT-Beraterin, sitze also die meiste Zeit am Schreibtisch. Meine Leidenschaft gilt allem, was mich aus dem Haus bringt: dem Reisen, Tagesausflügen, Wochenend- und Städtetouren. Und wenn ich dann wieder zu Hause bin, teile ich meine Eindrücke darüber gerne mit euch auf meinem Reiseblog.

6 Comments

  • vielweib

    WOW
    Tolle Bilder, tolle Impressionen. Lieben Dank dafür. Die Mamorkirche ist ja der Hit. Aber auch das Kaffee und das Schloss und überhaupt. ich muss dahin! :-)
    Habt Ihr ein Auto dort gemietet?

  • vielweib

    WOW
    Tolle Bilder, tolle Impressionen. Lieben Dank dafür. Die Mamorkirche ist ja der Hit. Aber auch das Kaffee und das Schloss und überhaupt. ich muss dahin! :-)
    Habt Ihr ein Auto dort gemietet?

  • Sara

    Eine wirklich tolle Stadt, die ich mir auch unbedingt irgendwann ansehen möchte! Schöne Bilder und tolle Tipps :-) Geocaching wollte ich auch immer schon mal ausprobieren. Wo lohnt sich das denn besonders?
    Liebe Grüße,
    Sara

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