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Mein perfekter Tag in Brüssel

Was haben der Eiffelturm in Paris und das Atomium in Brüssel gemeinsam? Beides sind Wahrzeichen einer Weltausstellung. Und jeder kennt sie. Oder?

Es ist Ende April und wir machen eine Tagestour nach Brüssel, der Hauptstadt Belgiens. Mein Mann und ich wohnen am Niederrhein. Bis Brüssel fahren wir keine 2 Stunden. Und dennoch ist es mindestens 15 Jahre her, das wir das letzte Mal hier war. „Warum eigentlich?“, frage ich mich, als wir gemütlich über die Autobahn fahren.

Dem Tipp eines Freundes folgend habe wir uns an diesem Sonntag auf den Weg gemacht, um die Königlichen Gewächshäuser in Laken zu besuchen. Danach möchten wir dann in die Innenstadt fahren, um ein wenig Sightseeing zu machen. Über den Besuch der Gewächshäuser werde ich euch bald in einem eigenen Post erzählen.

Im Anschluss des Berichts findet ihr eine kleine Übersichtskarte, wo die Plätze zu finden sind. 

Diese Orte in Brüssel haben wir auf unserem Spaziergang durch Brüssel besucht.

Das Atomium

Im Gegensatz zum Eiffelturm, der Mitten in der Stadt steht, liegt das Atomium außerhalb des Stadtzentrums. Auf dem Weg von den Königlichen Gewächshäusern in die Innenstadt kommt man hier vorbei. 

Das Wahrzeichen von Brüssel: das Atomium
Das Wahrzeichen von Brüssel: das Atomium. Erkennt ihr das Eisenatom, das es darstellt?

Die Chemiker unter euch werden das Atomium als die Vergrößerung eines Eisenatoms erkennen. Der Rest, wozu auch ich gehöre, sieht einfach ein Konstrukt von vielen Kugeln. Es wurde zur Weltausstellung 1958 gebaut. Im Inneren befindet sich ein Aussichtsturm und ein Restaurant. Da es ziemlich bewölkt ist, sparen wir uns den Eintritt und halten nur kurz an, um das Gebäude von außen anzuschauen und ein paar Fotos zu machen.

Weiter geht es in die Innenstadt

Nachdem die Fotos gemacht sind, fahren wir weiter in die Innenstadt. Die Fahrt dauert ganz schön lange, denn es gibt einige Baustellen auf dem Weg. Leider kommt man dabei auch durch ein paar Stadtteile, wo sich Brüssel nicht von seiner schönsten Seite präsentiert. Aber irgendwann erreichen wir die Einfahrt zur Tiefgarage. Wir parken unser Auto mitten in der Innenstadt, mehr oder weniger direkt unter dem Grand-Place. Das ist zwar etwas teurer, dafür aber mitten drin. Außerdem sind wir als „beinah Düsseldorfer“ Leid gewöhnt. In der Übersichtskarte habe ich euch einen Marker gesetzt, wo die Einfahrt zur Tiefgarage ist.

Wie so oft erkunden wir die Stadt mit einer Art Schnitzeljagd durch einen Geocache, der uns zu den Touristenattraktionen führt.

Kathedrale St. Michael und St. Gudula

Auf dem Weg zur ersten Station unserer Schnitzeljagd kommen wir an der St. Gudula Kirche vorbei. Den heiligen Michael spart man sich wohl üblicherweise im Namen. In dieser Kathedrale aus dem 13. Jahrhundert feiern Königs ihre wichtigsten Ereignisse. Unter anderem wurde hier im Jahr 2013 der Belgische König Philippe gekrönt.

Vor der Kathedrale St. Michael und St. Gudula steht die Büste des 1993 verstorbenen Königs Baudouin

Kongress-Säule

Weiter geht es zur Kongress-Säule. Sie ist jetzt nicht unbedingt ein Muss bei einer Sightseeing Tour durch Brüssel. Aber unsere Schnitzeljagd führt uns hier her. Der kleine Umweg lohnt sich dann tatsächlich, denn man hat eine ganz nette Aussicht von diesem Platz.

Die Kongress-Säule wurde um 1850 herum errichtet und erinnert an die Erschaffung des belgischen Staates im Jahr 1830.

Die Kongress-Säule erinnert an die Erschaffung des belgischen Staates
Die Kongress-Säule erinnert an die Erschaffung des belgischen Staates 

Königlicher Palast

Von der Kongress-Säule gehen wir über die Rue Royal in Richtung Schloss. Auf halbem Wege hören wir Musik und werden neugierig. In einer Seitenstraße finden wir heraus, wo die Musik herkommt. Auf dem Balkon in der ersten Etage des Beat Restaurant spielt ein Musiker. Und das richtig gut. Wir bleiben einige Zeit stehen um zuzuhören. Leider sind alle Außentische des Restaurants belegt, sonst hätten wir uns glatt auf einen Kaffee hingesetzt.

Live-Musik im Beat Restaurant
Live-Musik im Beat Restaurant. Leider ist kein Patz frei, denn die Musik ist richtig gut

Zum Königlichen Palast gehe wir dann nicht die Hauptstraße entlang, sondern durch einen großen Park, den Parc des Bruxelles. Von hier aus kann man schonmal einen Blick auf das Schloß erhaschen und es ist natürlich viel schöner, durch einen Park zu spazieren als an der Straße entlang.

Der königliche Palast ist Wohnsitz des belgischen Prinzen
Der königliche Palast ist Wohnsitz des belgischen Prinzen

Der Königliche Palast ist der Wohnsitz des Prinzen von Belgien. Der König selbst wohnt im Palast in Lanaken. Dort, wo auch die Königlichen Gewächshäuser stehen.

Mont des Arts

Nachdem wir ein wenig auf dem Mäuerchen vor dem Schloss gesessen und die Touristen beim Selfie machen beobachtet haben, spazieren wir weiter. Unsere Geocache Schnitzeljagd führt uns über den Place Royale hin zum Park Mont des Arts. Von hier aus hat man eine klasse Aussicht auf die Altstadt.

Manneken und Janneke Pis

Manneken und Janneke Pis liegen nicht direkt auf unserer Strecke. Trotzdem möchte ich beide total gerne sehen und nehme dafür auch einen Umweg in Kauf. Allerdings bin ich bei beiden ein wenig enttäuscht. 

Vor dem kleinen Figürchen des Manneken Pis stehen wahre Touristenmassen und man kommt kaum durch, um sich den kleinen Kerl etwas genauer anzuschauen.

Das Manneken Pis trägt sehr häufig ein Kostüm. Viele davon kann man im nahegelegenen Museum bewundern 
Blick durch die Scheibe des Museums the Garderobe

Das Figürchen der Janneke Pis ist in einer Sackgasse im Kneipenviertel. Hier verirren sich zwar nicht so viele Touristen hin. Dafür kommt man kaum durch die Horden feiernder Jugendlicher durch.

In Zeiten der Gleichberechtigung muss es natürlich auch Zanneke Pis geben

Es gibt übrigens auch noch einen Hund, den Zinneke Pis. Den sparen wir uns dann allerdings.

Grand-Place

Wir schließen den Tag mit einem Abendessen im Hardrock Cafe am Grande-Place ab. Der Platz mit den vielen alten Häusern ist wunderschön. Ganz besonders später im Abendlicht. 

Der Grand-Place im Abendlicht
Der Grand-Place im Abendlicht

Während wir so über den Platz spazieren und uns die alten Häuser anschauen, frag ich mich, warum ich beinah 15 Jahre gebraucht habe, um wieder einmal nach Brüssel zu kommen. Die Stadt ist wirklich schön. Und vom Rheinland bzw. dem Niederrhein nur einen Katzensprung entfernt. Das Wetter hat uns heute nicht ganz so gut in die Karten gespielt. Ein Grund mehr, bei schönem Wetter wiederzukommen.

Übersichtskarte

Hallo, ich bin Heike. Geboren bin ich am linken Niederrhein, wo ich zusammen mit meinem Mann Stefan lebe. Meine Reisen finanziere ich als freiberufliche IT-Beraterin, sitze also die meiste Zeit am Schreibtisch. Meine Leidenschaft gilt allem, was mich aus dem Haus bringt: dem Reisen, Tagesausflügen, Wochenend- und Städtetouren. Und wenn ich dann wieder zu Hause bin, teile ich meine Eindrücke darüber gerne mit euch auf meinem Reiseblog.

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